News 173 - September
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Liebe JAIG Freundinnen und Freunde, Hallo an alle Leser von JAIG-News
Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und das Wetter wird etwas erträglicher. Wie geht es Euch allen?
Wir haben wieder Fotos von Sommerblumen von Frau Tokura (7K3EOP) aus Tokio erhalten.
Unsere JAIG-Gruppe führt jeden Sonntag ab 10 Uhr Net-QSOs im D-Star-Netzwerk durch, auf Kurzwelle ab 11 Uhr mit Hilfe des xRefector Kanal=DCS002Q.(MESZ)
Während dieses D-Star-Net kam das Thema CW-QSO zur Sprache.
Zu dieser Zeit schlug OM Fukuda (JA1IFB), der dieses Net leitet, den Mitgliedern vor, ihre Erfahrungen mit CW-QSOs an JAIG-News zu schreiben. Und diese Sonderausgabe ist das Ergebnis.
Wir freuen uns über Eure Kommentare, JAIG-Newsredaktion
Amateurfunk und CW
# 055 JA3LIL Kazuo Nakano
1. Einleitung
Der ARRL-Newsletter 2021 enthielt einen Artikel mit dem Titel „FT8, eine der digitalen Kommunikationsarten, macht fast zwei Drittel der HF-Band-QSOs aus“, untermauert durch Daten.
Andererseits bleibt der Morsecode (CW), der Ursprung der Kommunikation, auch in dieser Situation stark vertreten und belegt weiterhin den zweiten Platz, was wohl charakteristisch für den Amateurfunk ist.
Daher habe ich mir aus meiner Sicht Gedanken darüber gemacht, warum die CW-Kommunikation in der Amateurfunkwelt trotz des Wandels der Zeit weiterhin genutzt wird.
Das obige Diagramm basiert auf Material aus dem ARRL-Newsletter 2021 und enthält zusätzlich die aktuellsten Daten, die in Club Log hochgeladen wurden.
2. Eigenschaften von CW
Die Geschichte des Amateurfunks ist eng mit CW verbunden und es ist auch heute noch weltweit verbreitet. Die wichtigste Eigenschaft der CW-Kommunikation ist die Möglichkeit der Kommunikation in einem sehr schmalen Frequenzband. Während SSB eine Bandbreite von etwa 3 kHz benötigt, kann CW mit einer Bandbreite von nur wenigen hundert Hertz arbeiten. Dadurch bietet es eine hohe Frequenznutzungseffizienz und viele Stationen können innerhalb eines begrenzten Frequenzbandes betrieben werden.
Da der Empfängerfilter auf eine schmale Bandbreite eingestellt werden kann, ist CW zudem weniger anfällig für Rauschen und kann selbst schwache Signale problemlos erkennen.
Aufgrund dieser Eigenschaften eignet sich CW für die DX-Kommunikation und ermöglicht die Kommunikation selbst bei schlechter Funkwellenausbreitung oder mit einer geringen Sendeleistung von nur wenigen Watt (QRP). Auch die Übertragung sehr schwacher Signale, die in der Sprachkommunikation nicht hörbar wären, ist möglich.
3. Status des CW-Betriebs
Im Amateurfunk werden in der CW-Kommunikation häufig Abkürzungen und „Q-Codes“ verwendet, was eine effiziente Kommunikation selbst zwischen Funkstationen mit unterschiedlichen Sprachen ermöglicht.
In den letzten Jahren hat sich der CW-Betrieb mit Computern und elektronischen Gebern etabliert und es gibt auch Software für automatische Übertragung und Morsecode-Dekodierung.
Viele Funkamateure finden es jedoch reizvoll, den Code selbst zu hören und zu senden. CW gilt als mehr als nur ein Kommunikationsmittel; es ist eine Fertigkeit, die man beim Erlernen genießen kann.
In Japan wurden früher Morsecode-Prüfungen für höhere Qualifikationen abgelegt, diese wurden jedoch abgeschafft. Die Zahl der CW-Begeisterten ist dennoch groß, und CW wird häufig bei Contest, DX-peditionen und verschiedenen Auszeichnungen eingesetzt.
4. Zusammenfassung
CW ist aufgrund seiner Übertragungsgeschwindigkeit und der geringen Nachfrage im kommerziellen Bereich heutzutage fast vollständig verschwunden.
In der Welt des Amateurfunks wird CW als „Selbststudium, Kommunikation und technische Forschung, die ausschließlich aus persönlichem Interesse an Funktechnik und nicht aus finanziellen Gründen betrieben werden“ definiert.
Als völliger Gegensatz zur kommerziellen Kommunikation ist CW im Amateurfunk somit eine traditionelle Betriebsart, die es ermöglicht, die Ursprung der Funkkommunikation zu erleben.
Seine hervorragende Übertragungsleistung hat ihm bis heute anhaltende Beliebtheit verschafft und ich bin überzeugt, dass es auch in Zukunft noch lange genutzt werden wird.
Ich und CW-QSO
#035 JA3LIL Kazuo Nakano
Einleitung
Im JAIG D-STAR Net kam eine Diskussion über CW (Morsecode) auf und ich wurde gebeten, einen Beitrag für JAIG NEWS zu verfassen. Daher habe ich meine Gedanken dazu niedergeschrieben. Derzeit führe ich den Großteil meiner Funkaktivitäten mit CW durch.
Meine Begegnung mit CW
Ich glaube, dass sich meine CW-Technik (Morsecode) durch den Erwerb höherer Qualifikationen verbessert hat, angefangen mit meiner ersten Amateurfunklizenz der Klasse Telegraph im Jahr 1967, dann meiner Funklizenz der Klasse 2 im folgenden Jahr und schließlich meiner Funklizenz der Klasse 1 im Jahr 1972.
Ein besonders einprägsames Erlebnis war das Erlernen der japanischen Telegrafie, die damals Voraussetzung für den Erwerb der Funklizenz der Klasse 1 war.
Um mir etwa doppelt so viele Zeichencodes wie Buchstaben im Alphabet einzuprägen, lernte ich sie, indem ich verschiedene Zeichen, die ich auf Zugwerbung während meines Schulwegs oder auf der Straße sah, gedanklich durch die entsprechenden japanischen Codes ersetzte.
Anschließend erhielt ich mit Hilfe lokaler OMs eine intensive Übung in japanische Schriften und erwarb glücklicherweise auf Anhieb meine Funklizenz der Klasse 1.
Ich hatte mich etwa 20 Jahre lang nicht mehr mit Amateurfunk beschäftigt, bin aber vor meiner Pensionierung zu diesem Hobby zurückgekehrt. Ich war überrascht festzustellen, dass ich die CW-Codes, einschließlich der japanischen, nicht vergessen hatte. Außerdem finde ich es immer noch seltsam, dass mein Gehirn beim Empfang des Codes „Dah, Dit, Dit, Dah, Dah, Dah,“ für die japanische QSO automatisch von Englisch auf Japanisch umschaltet.
(Beim Wechsel von Englisch zu Japanisch während einer CW-QSO innerhalb Japans sendet man das oben beschriebene Umschaltsignal. Um den japanischen Code zu beenden, sendet man „Dit, Dit, Dit, Dah, Dit,“ Anmerkung des Übersetzers)
Der Reiz von CW-QSO für mich
Ich glaube, der Reiz der CW-QSO liegt in ihrer Fähigkeit, selbst mit geringer Sendeleistung und schwachen Signalen und ohne Sprechen durch das Senden von Zeichencodes zu kommunizieren, sowie in der Möglichkeit, sich mithilfe vereinfachter Sätze und Abkürzungen auszudrücken.
Durch die Nutzung dieser Eigenschaften macht es mir besonders viel Spaß, mich selbst herauszufordern und zu sehen, wie weit meine Sendesignale selbst mit QRP oder QRPP reichen. Darüber hinaus ist die Möglichkeit, im Freien mobil mit kleiner Ausrüstung zu arbeiten, ein weiterer großer Anreiz.
Ich nehme an großen Contests teil, auch im Ausland, in der Kategorie CW. Dort konzentriere ich mich nicht auf die Punktzahl, sondern darauf, meine Sende- und Empfangsfähigkeiten zu testen. Deshalb verwende ich bewusst eine manuelle Taste anstelle eines elektronischen Gebers und bemühe mich, die Nachrichten nach Gehör zu verstehen. Mit zunehmendem Alter lässt die Gehirnaktivität unweigerlich nach, aber ich glaube, dass die Morsecode-Kommunikation eine Art Gehirntraining darstellt, das diesen Abbau verlangsamt.
Ich werde Euch meine kostbaren Morsetaste zeigen.
Ich habe einige der repräsentativsten Morsetasten aus meiner Sammlung aufgereiht, wie auf dem Foto zu sehen ist.
Von links nach rechts:
① Doppeltaste ② Paddel für elektrische Taste ③ Bugkey-Taste ④ Vertikale Taste ⑤ Ultraminiatur-Taste
Darunter befindet sich Muster Nr. ④, ein Morsetaste, den ich auf einem Junkmarkt in Deutschland erworben habe und der mir sehr ans Herz gewachsen ist. Es handelt sich um eine „Junker-Morsetaste“, der von der Bundeswehr verwendet wurde, und ich benutze Sie täglich.
Nebenbei bemerkt: An dieser Junkertaste ist noch das Preisschild mit dem ursprünglichen Kaufpreis von 89,50 DM angebracht.
Außerdem ist Taste ⑤ eine kleine Morsetaste, die gut in meine Handfläche passt und sich beim mobilen Einsatz als sehr praktisch erweist.
Erinnerungen an die CW-Kommunikation
#510 JR4PMW/JE6EKQ Shun-ichi KAWANO
Ich begann meine CW-QSOs mit einer Vertikaltaste. Beim Durchblättern meiner alten (Papier-)Logbücher stelle ich fest, dass ich in der Anfangszeit meiner Station neben dem RST-Bericht auch den Namen der Gegenstation, den Standort (QTH), das Wetter sowie das verwendete Gerät und die Antenne detailliert im Notizteil festgehalten habe.
Diese Notizen wurden mit der Zeit immer weniger, und in den mir zuletzt vorliegenden Papier-Logbüchern enthalten fast alle nur noch den RST-599-Bericht.
Aktuell ist lediglich die JCC/JCG-Nummer vermerkt, daher lässt sich der Name des Ortes nicht allein durch Hinsehen ermitteln. Offenbar bleibt uns nichts anderes übrig, als diese Veränderungen im QSO-Stil als Zeichen der Zeit zu
akzeptieren. Angesichts der aktuellen Lage gibt es nicht viele besonders erwähnenswerte Themen, aber ich möchte zwei Erinnerungen teilen, die mir noch immer im Gedächtnis geblieben sind.
Das erste Beispiel ist zwar kein konkretes QSO-Beispiel, hat mich aber sehr beeindruckt, deshalb möchte ich es trotzdem vorstellen.
Das ist eine Erinnerung aus der Zeit, als ich die Morse-Prüfung abgelegt habe. Auf dem damals ausgestellten Funklizenzschein steht 1982, die Geschichte ist also über 40 Jahre alt. Ich erinnere mich, wie ich am Prüfungstag mit den anderen Prüflingen nervös wartete, bis meine Prüfungsnummer und mein Name aufgerufen wurden und ich mich vor den Prüfer setzte. Ich erinnere mich, dass damals direkt vor mir eine Morsecode-Druckmaschine stand. Der Prüfer wies mich an, „die Morsetaste einzustellen“ und ich war gerade dabei, sie durch Antippen einzustellen, als es passierte. Der Prüfer rief plötzlich mit ziemlich lauter Stimme: „Na, das geht ja gar nicht!“ (zumindest klang es für mich so). "Bin ich etwa schon durchgefallen?", dachte ich und blickte zu dem Prüfer auf, der die bedruckte Papierrolle immer wieder überprüfte, während er sie von Hand vorwärts schob. Offenbar hatte der Herr, die vor mir den Test gemacht hatte, den auf dem Papier aufgezeichneten Morsecode angesehen und gesagt: „Das taugt nichts!“ Ich erinnere mich, dass wir uns ansahen und uns dann ein schiefes Lächeln zuwarfen. Das half mir, mich etwas zu entspannen und ich habe die Prüfungen für die englischen und japanischen Texte erfolgreich bestanden. Ich kann mich nicht mehr genau an sein Gesicht erinnern, aber ich erinnere mich an den Moment, als ich dachte, ein furchteinflößend aussehender Prüfer hätte mich nur wegen eines Probelaufs mit der Morsetaste durchfallen lassen.
Die zweite Erinnerung stammt aus der Zeit, als ich von Malaysia aus unter dem Rufzeichen 9M2KE operierte.
Zu dieser Zeit gab es noch kein Pile-up; ich genoss einfach die QSOs mit Stationen, die mich nacheinander anriefen. Mitten im QSO meldete sich ein russisches Station. Russische Stationen sind nichts Ungewöhnliches, daher wollte ich nur kurz Report austauschen und die Sache schnell beenden. Nachdem er jedoch seinen Namen übermittelt hatte, gab er als seinen Standort „Antarktis“ an. Oh? Ist das die Antarktis? Ich fand das Rufzeichen RW1AI/ANT schon immer etwas seltsam, das hat sich jetzt erklärt. Er tippte auch VOSTOK ein, es schien also vom Wostok-Stützpunkt zu kommen. Ich hatte bereits mehrere QSO mit der jap. Antarktis-Basisstation 8J1RL gehabt, dies war jedoch mein erster Kontakt mit einer anderen Station in der Antarktis. Gerade als ich mich gut fühlte, schickte er mir weiterhin Einführungen in Rigs und Antennen und dann einen Wetterbericht. Was mich überraschte, war die Temperatur: minus 54 Grad Celsius! Ich glaube nicht, dass ich den Morsecode falsch verstanden habe, aber ich erinnere mich noch genau an diese Zahlen. Ich antwortete sofort: „Plus 32 °C Äquator“, war aber überrascht, wie viel kälter es dort im Vergleich zu meiner Funkbude war, wo mir der Schweiß auf der Stirn stand. Noch überraschter war ich, als ich erfuhr, dass der Temperaturunterschied zu diesem Zeitpunkt 86 Grad betrug. Ich erinnere mich noch genau daran, dass ich dachte, wenn man Wasser von Wostok in der Antarktis zur Insel Penang, die direkt am Äquator liegt, bringen würde, würde es wahrscheinlich sofort kochen. Und mein Gegner schien genauso überrascht zu sein. Ich erinnere mich, dass sich die letzten Zeichen, 73 TU SK E E, lange hinzogen und für uns beide sehr emotional waren.
Wenn man auf QRZ.com nach dieser RW1AI-Station sucht, wird sie weiterhin angezeigt. Sie scheint noch aktiv zu sein, daher würde ich gerne wieder versuchen, ein QSO mit ihr zu machen. Hier ist eine Kopie des Logbuchs aus dieser Zeit. (QSO auf 21 MHz um 09:26 UTC am 11. Mai 2002).
Es war die Erinnerung daran, die Unermesslichkeit der Erde durch Amateurfunk gespürt zu haben.
| Bencher | HI-MOND_80 |
QSOs in CW
#572 DF3MC Martin Rothe
An ein CW-QSO erinnere ich mich auch nach über zwei Jahrzehnten noch sehr gern:
Im Jahr 2001 hatte ich mir einen Yaesu FT-817 gekauft. Das war eines der ersten tragbaren Funkgeräte für Kurzwelle und UKW – damals eine Sensation! Ich bin mit meinem Fahrrad von Oberau ins Murnauer Moos geradelt und habe dort meine Station aufgebaut.
Gleich das erste QSO ging nach Japan: ich war begeistert, als JH1OCC auf meinen Ruf antwortete, OM Yuu aus der Nähe von Tokyo. Ich hatte nur 5 W und eine vertikale Drahtantenne, der Freund in Japan nutzte viel mehr Leistung und eine Yagi-Antenne. Es gelang ein komplettes, schönes QSO – nicht nur „ok-599-73“. Ich freute mich sehr über diesen Kontakt. Wir tauschten auch E-Mails und QSL-Karten.
Das war am 14.10.2001, 09:55 UTC auf dem 10 m-Band, ich bekam RST 539 und gab ihm 569.
In den Jahren sind mir viele QSOs mit Japan gelungen. Es stehen jetzt fast 700 Verbindungen in meinem Log. Aber nur 10 % davon machte ich in CW. Und mit meiner portablen Ausrüstung waren es gerade einmal zehn. So ist jedes einzelne QSO nach Japan mit meiner portablen Station etwas ganz Besonderes.
Wenn ich portabel funke – und das mache ich sehr oft mit SOTA, POTA und den anderen Outdoor-Programmen – dann ist CW meine bevorzugte Betriebsart. Ich schätze es, dass ich den Kopfhörer aufsetzen kann und dann bekommt fast niemand etwas mit von meiner Aktivität. Die zarten Signale aus der Ferne zu hören, stellt eine ganz besondere Faszination dar. Und kein lautes Reden ins Mikrofon stört andere Wanderer. (Es ist so unangenehm, wenn man andere Menschen beim Telefonieren mit dem Handy anhören muss!)
Gern zeige ich euch meine Morsetasten:
Erinnerungen an CW-QSOs
#529 JH5NUW Kenshin Hase
Früher war ich fast täglich im MM-Netz aktiv, aber die Bedingungen waren schlecht und ich war für SSB nicht besonders hilfreich. Deshalb beschloss ich, es mit CW zu versuchen.
Ich konnte mir den Code visuell einprägen (z.b A = ・- usw), aber als ich dann tatsächlich ein QSO hörte, egal wie QRS es war, konnte ich die Geräusche nicht in Buchstaben in meinem Kopf übersetzen. Deshalb habe ich einen erfahrenen ehem. Berufsfunker konsultiert.
Er schlug mir vor, das Üben mit dem Empfang von Signalen eines vom JCC Anbieter-station zu empfangen. Die Geschwindigkeit ist hoch, aber der Inhalt ist derselbe.“
(JCC ist eine von der JARL (Japan Amateur Radio League) vergebene Stadtnummer und man kann Diplom erhalten, indem man mit vielen JCCs QSO fährt.- Anmerkung des Übersetzers)
Die JCC-Anbieterstation tastet tatsächlich sehr schnell ! Ich konnte pro CQ-Ruf nur einen Buchstaben verstehen. Ich brauchte sechs CQ-Rufe, um endlich das vollständige Rufzeichen zu verstehen, zum Beispiel JH5NUW.
Und langsam, aber sicher, als ich die Anzahl meiner QSO erhöhte, gelang es mir allmählich, mit einem einzigen CQ-Ruf zwei oder drei Buchstaben des Rufzeichens zu empfangen. Und ehe ich mich versah, konnte ich das vollständige Rufzeichen beim ersten Versuch erraten. Seitdem bin ich bei MM-Net für CW Modus zuständig. Hi
Unvergessliche CW QSOs sind...
Die Hochgeschwindigkeits-Station des JCC schaltete auf QRS (Geben Sie langsamer) um, um meiner Tastengeschwindigkeit gerecht zu werden. Plötzlich begann ein QSO im einheitlichen Textinhalt. Ich geriet ins Schwitzen, aber es war eine gute Erfahrung.
Noch etwas. Ich habe auf einen CQ-Ruf einer Station aus ZL (Neuseeland) auf 14 MHz geantwortet. Beide Seiten empfingen 599. Wir beschlossen, auch die höheren Bänder auszuprobieren und wechselten des Frequenzbandes auf 18 MHz, ich konnte Report über 579 und anschließend 559 auf 21 MHz austauschen. Ich konnte kein QSO auf 24 und 28 MHz herstellen. Ich hatte jedoch ein seltenes und interessantes Erlebnis, bei dem ich einen QSY durchführen konnte, indem der andere Teilnehmer über CW eine Frequenz angab. Die Teilnahme an DX peditionen macht Spaß, aber diese beiden QSOs bleiben mir noch viel unvergesslicher.
Ich bin es leid, in letzter Zeit so viele 599BK-Nachrichten während schneller CW-QSO zu sehen. Ich kann Klartext-Chats auf Englisch nicht verstehen, ohne sie aufzuschreiben, deshalb verwende ich zum Senden lieber eine vertikale Taste als einen Paddel.
Damit enden meine Erinnerungen an die CW-QSO.
Erinnerungen QSOs mit CW
#079 DJ9WH Bertin Butz
(Dieser Beitrag wurde uns in deutscher und japanischer Sprache zugesandt)
Als ich 1964 die Lizenzprüfung ablegte waren CW-Kenntnisse (Tempo 60 Zeichen/min oder 12 Wörter (à 5 Zeichen) pro Minute obligatorisch.
Als Student hatte ich natürlich nur Eigenbau-Sender mit AM, denn SSB war für mich unerschwinglich. Mit der Zeit wurde AM vollständig durch SSB verdrängt mit der Folge, dass man sich mit AM nicht mehr sehen oder hören lassen konnte. Der Ausweg war dann eben CW. Ich erinnere mich noch an mein erstes CW-QSO auf 80 mit einer deutschen Station, deren Rufzeichen ich dank vieler Wiederholungen schließlich entziffern konnte. Aber Namen und Standort habe ich während des QSOs im Callbook nachgeschlagen.
Nach einigen Auslandserfahrungen wie z.B. in England (als G5AEL) und Isle of Man (als GD5AEL) wollte ich nach einer befristeten Tätigkeit an der Technischen Hochschule München in den letzten beiden freien Monaten vor einer festen Industrieanstellung noch im Süden Urlaub machen. Dabei kamen Malta und Gibraltar in die engere Wahl. Aufgrund meiner englischen Lizenz konnte ich problemlos die Zusage für eine Lizenz (ZB2CN) in Gibraltar bekommen.
Bei meiner dortigen Aktivität (seit 1972 mehrmals) vom fünften Stock des Hotels musste ich die herbe Erfahrung machen, dass wegen der nur ca. 1km entfernten militärischen Kurzwellenstation auch auf den Amateurfunkbändern gewaltige Störungen (getaktetes Rauschen) herrschten. Daher war SSB praktisch unmöglich und so habe ich mich wieder auf CW konzentriert. Mangels CW-Filter im FT200 musste nun mein Gehör die Selektion erbringen. Jedenfalls sind mir mit den ca. 50W an einem Dipol, der immerhin gut 20m über dem Meer verlief, doch einige DX-QSOs gelungen; so auch mit Japan wenn auch nur unter großen Mühen (Rapporte um die 449).
So hatte ich im Jahr 1978 als ZB2CN ein zufälliges QSO mit JA5CP.
Als mich im selben Jahr meine Firma vier Monate lang nach Japan abordnete nahm ich in weiser Voraussicht die Sammlung meiner JA-QSL-Karten mit. Ohne jegliche Sprachkenntnisse und mangels der Verbreitung von Internet schickte ich aus Tokyo dann einige Post an die nahegelegenen OMs, die ich dann teilweise auch aufsuchte. Die japanische Gastfreundschaft ist ja sprichwörtlich, aber die Verbreitung von Englisch war damals auch unter Funkamateuren gering. Jedenfalls habe ich auch besagten JA5CP angeschrieben in der Erwartung einiger Deutschkenntnisse aufgrund eines (fast fehlerfreien) Grußtextes auf seiner QSL-Karte. Die Enttäuschung kam dann bei einem Telefonat zum Zweck der Abholung am Hafen von Shodoshima. Aber irgendwie unter Zuhilfenahme seines Sohnes (JA5CPJ [ J wie Junior]) funktioniert die Verständigung doch ganz leidlich, auch ohne CW…
Die Gastfreundschaft im traditionellen japanischen Landhaus war überwältigend. Für mich war es eine völlig neue Erfahrung auf dem Boden auf Tatamimatten zu schlafen und das Bad in einem Holzfass zu nehmen. Neben dem Stationsbesuch stand auch eine Rundfahrt durch die Insel auf dem Programm. Im Stationsraum klärte sich dann auch der Schreibfehler auf der QSL Karte auf: Der resultierte nämlich aus einem Druckfehler in einem mehrsprachigen Amateurfunk-Konversationsbuch.
Anderntags fand ich zu meiner großen Überraschung neben meinem Lager auch ein paar in schönster Handschrift verfasste Blätter vor und zwar japanische Standart-QSO-Texte auch in lateinischer Umschrift und ein Verzeichnis des japanischen Morsecodes. All dies hatte mein Gastgeber, seines Zeichens Lehrer in der Nacht verfasst. Diese QSO-Texte habe ich später auch von zuhause aus reichlich verwendet.
Hierzu ist anzumerken, dass im Gegensatz zu unserem Alphabet im Japanischen das Äquivalent ein Syllabar ist, also ein Verzeichnis der Silben. Mit der Folge, dass der Zeichenumfang wesentlich größer ist. Dementsprechend sind auch die Morsezeichen wesentlich länger als unsere westlichen. Zugegeben: Ich habe mich darin nie im japanischen CW-Code versucht. Nebenbei, zur Erlangung der höchsten Lizenzklasse war oder ist immer noch die Kenntnis des japanischen Codes unerlässlich. Wie mir ein Marinefunker versicherte war dieser Code immer noch im offiziellen Funkverkehr im Gebrauch.(Anmerk. vVerfasser)
Selbstredend blieb der Kontakt mit meinen Gastgebern über mehrere Jahre erhalten.
Als ZB2CN kam auch eine Vielzahl von Low-Band QSOs mit Japan kamen zustande, meist in CW insbesondere vor dem Aufkommen der digitalen Betriebsarten.
Der Bedarf auf den Low-Bands erklärt sich aus der Nord-Süd-Ausrichtung des Felsens von Gibraltar, der praktisch nur Verbindungen auf dem kurzen Weg, wie von meinem ostseitig gelegenen Hotel aus zulässt, währenddessen alle lokalen HAMs auf der Westseite des Felsen wohnen.
| Kent Key | |
| ZB2CN Keyer3 |
Erinnerungen an die CW-QSO
#035 JG1GWL Kenji Sugimoto
Ich habe JAIG-NEWS und Kunis gelegentliche Beiträge immer gern gelesen und schäme mich, dass ich mich weder persönlich noch online dazu geäußert habe. Ich denke schon länger darüber nach, selbst etwas beizutragen. Als mir ein Thema vorgegeben wurde, fühlte ich mich unter Druck gesetzt, etwas zu schreiben, aber ich habe nur bittersüße Erinnerungen daran. Obwohl es mir peinlich ist, werde ich versuchen, mich an diese Erlebnisse zu erinnern und darüber zu schreiben.
In Japan: Dank eines netten älteren Kollegen, der mich bei der Sendung begleitete, waren meine Hände etwas geschickter geworden, aber als ich die Prüfung dann tatsächlich ablegte, war ich noch ungeschickter. Bei der japanischen Sendung hatte ich zeitweise sieben oder neun Korrekturzeichen, und ich musste sogar die Korrekturzeichen selbst korrigieren. Das Bestehen war also reines Glück.
In Amerika: Dank eines netten älteren Kollegen wurde ich zu einem FCC-Prüfungszentrum mitgenommen und habe die Prüfung spontan abgelegt. Zum Glück gab es keinen Sendetest, aber beim Empfangstest hätte ich beinahe „SAN JOSE CA“ statt „SAN JOSE NY“ geschrieben. Damals wie heute kann ich mich bei 20 Wörtern pro Minute nicht konzentrieren.
In Kanada: Da ich ganz in der Nähe des Regierungsviertels wohnte, legte ich die Prüfung im Hauptgebäude des DOC ab. Ich dachte, ich hätte es nach dem bestandenen CW-Empfangstest geschafft, doch dann erschien ein alter Telegrafenschlüssel mit der Aufschrift: „Moment mal, es gibt auch noch einen Sendetest.“ Glücklicherweise lag meine Sendegeschwindigkeit bei 12 Wörtern pro Minute, sodass ich anscheinend problemlos bestanden hatte. Ich war gerührt, als sich der I C die Mühe machte, mir ein Qualifikationszertifikat zuzusenden, obwohl CW gar nicht mehr Teil der Prüfung war.
Das ist alles. Ich bin zwar noch nicht besonders gut in der CW-Kommunikation, aber ich glaube, dass CW und Dipolantennen grundlegend für den Amateurfunk sind.
Lebenserinnerungen im Zusammenhang mit CW
#380 JG1TCG/ex IZ12AHI Eiichi Fuji
Meine erste Begegnung mit CW hatte ich über meinen Amateurfunkclub an der High School (JA1YAE). Nachdem ich in der zweiten Klasse der Mittelschule meine Funklizenz für die Telefonie erworben und meine eigene Station eingerichtet hatte, spezialisierte ich mich auf das Einsteigerband 6 m AM/SSB. Das wichtigste Ereignis für unseren Funkclub war jedoch die jährliche Teilnahme am ALL JA-Contest im April, dessen Ziel es war, dass alle Mitglieder in CW funken konnten.
Kurz nach meinem Beitritt zum Club wurde die Prüfung zum Telegrafisten im Oktober zur Pflicht. Ich erhielt daher täglich nach der Schule im Clubraum von älteren Mitgliedern intensives Morse-Hörtraining. Dank dieser Unterstützung erwarb ich bereits im ersten Jahr meiner Highschool-Zeit die CW-Lizenz. Im darauffolgenden Jahr trat ich ALL JA als CW-Operator bei und der Anteil von CW an meinen täglichen QSOs stieg.
Der Reiz von CW-Modus lag in seiner guten Reichweite, die es mir ermöglichte, ohne Zögern DX-Verbindungen mit ausländischen Stationen herzustellen. Für mich, dem die telefonische Kommunikation auf Englisch noch immer schwerfiel, war CW, das mir die schriftliche Kommunikation erlaubte, ein unvergleichliches Werkzeug. An der Universität verbesserte ich meine Fähigkeiten durch gute und sehr gute Leistungen, doch CW blieb mein Haupt-QSO-Modus.
In den Semesterferien meines dritten Studienjahres unternahm ich meine allererste Auslandsreise nach Deutschland. Mir kam eine leichtsinnige Idee: „Da ich diese Gelegenheit habe, warum nicht versuchen, die Funkfreunde zu treffen, mit denen ich in Kontakt habe?“ Also verwendete ich die QSL-Karten (natürlich CW-QSOs) von zwei Stationen in der Gegend, die ich besuchen wollte, als Anhaltspunkte und schrieb mit Hilfe eines japanisch-deutschen Wörterbuchs einen Brief. Dann erhielt ich eine Antwort und es kam zu einem emotionalen Eye ball-QSO in West-Berlin und Dachau. Insbesondere der DK7ME (Erich s.k.) aus Dachau und der DK4YJ (Leo auch s.k.), ein Mitarbeiter einer lokalen Station, waren sehr freundlich zu mir. Leo ließ mich bei sich wohnen und zeigte mir die Umgebung. Durch einen zufälligen Kontakt über CW-QSO erfuhr ich die Freundlichkeit von Fremden in einem fremden Land. Diese Erfahrung prägte meine Lebenseinstellung und meinen späteren Berufsweg maßgeblich. Im darauffolgenden Jahr, während meiner letzten Semesterferien an der Universität, wohnte ich erneut bei der Familie des verstorbenen Leo und besuchte eine Sprachschule in München, während ich gleichzeitig mit dem Rufzeichen DL/JG1TCG QRV hielt.
Nach meinem Eintritt ins Berufsleben wurde ich aus beruflichen Gründen nach Italien versetzt. Dort konnte ich dank einer speziellen nationalen Prüfung von Post ein Rufzeichen von IZ2AHI erhalten. (Dies wird in JAIG News Nr. 45 ausführlich beschrieben). Da ich kein Italienisch verstehe, beschloss ich, die Prüfungen in „Technik“ und „Gesetz“ zu verschieben und nur die Prüfung in „CW-Prüfung“ abzulegen, Ich fühlte mich sowohl beim Senden als auch beim Empfangen sicher. Die einzige Fähigkeit, die ich ihnen wirklich demonstrieren konnte, war CW-Betrieb. Ich vermute, dass dies wahrscheinlich zu der positiven Resonanz beigetragen hat, die ich vom ARI (Italienischer Amateurfunkverband) und dem italienischen Ministerium für Post und Telekommunikation erhielt.
Rückblickend erkenne ich, dass mir CW-Betrieb viele wichtige Möglichkeiten im Leben eröffnet hat. Nach einer langen Pause habe ich vor Kurzem wieder damit angefangen und meine Sende- und Empfangsfähigkeiten haben sich deutlich verschlechtert. Dennoch ist Morsecode der Ursprung der Kommunikation, und ich möchte ihn weiterhin wertschätzen.
Links: Mein Bench-Paddel, das ich seit meiner Studienzeit benutze.
Rechts: Dies ist ein Begali-Paddel, das mir der Hersteller I2RTF während meines Aufenthalts in Italien extra nach Mailand gebracht hat.
Mein Amateurfunk und CW
#595 JR2PAU/M0PAU Satoshi NAGAYAMA
Mein erstes Radio war das MJX-601, ein FM/AM-Transceiver für das 6-Meter-Band. Nach einiger Zeit interessierte mich die Tatsache, dass lokale Stationen über Kurzwelle Verbindungen ins Ausland herstellten. Also besorgte ich mir einen IC-710S Voll-Halbleiterbestückten-Transceiver mit 10 Watt Sendeleistung. Auf dem Dach montierte ich eine 3-Element-Triband-Yagi-Antenne und führte meine erste Fernverbindung durch.
Aber mit der Sendeleistung 10W mit SSB konnte ich nicht so viele QSOs durchführen, wie ich gehofft hatte. Da begann mein Interesse an CW und ich beschloss, mich für den Telegrafenkurs zu bewerben. (Qualifikationsauszeichnungen bei JA, Anmerkung des Übersetzers) Dies war meine erste Begegnung mit CW (um 1975). Ich glaube, es war ein Geschwindigkeitstest mit 5 Wörtern.
Mit zunehmender Erfahrung in der DX QSO beschloss ich, eine Lizenz der Klasse 2 anzustreben, um meine Sendeleistung zu verbessern.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich auf dem Weg zur Arbeit im Zug und vor dem Schlafengehen den CW-Empfang übte. Zum Glück bestand ich die Prüfung gleich beim ersten Versuch, sodass ich diesen Schwung beibehielt und die Lizenz der Klasse 1 anstrebte. Ich bin jedoch beim Morsecode-Geben-Test durchgefallen. Fast zwei Jahre lang habe ich es versucht, aber ich konnte japanische Texte einfach nicht richtig geben. Durch die wiederholten Misserfolge verlor ich allmählich die Motivation. Daher verlagerte ich mein Interesse vom CW- zum digitalen RTTY-Modus und das wurde zu meinem Hauptfokus.
Nach mehr als zehn Jahren wurde ich nach Hongkong versetzt und schloss mich sofort dem Radioclub der Hong Kong Japanese Association (JAROC) an, nahm an deren monatlichen Treffen teil und genoss den Amateurfunk. Als ich damals sah, wie meine Freunde mühelos mit CW QSO fahren, wollte ich auch ein zweistelliges Rufzeichen haben und beschloss, die britische nationale Prüfung abzulegen (Hongkong stand zu dieser Zeit unter britischer Herrschaft). Die schriftliche Prüfung ist dieselbe wie in Großbritannien und findet in Hongkong zur gleichen Zeit (ab 17:00 Uhr) statt. Nach bestandener Prüfung muss man in Hongkong eine praktische CW-Prüfung ablegen, um auf dem KW-Band funken zu dürfen.
Das war die größte Herausforderung für mich, da ich seit über einem Jahrzehnt nicht mehr viel mit CW gearbeitet hatte. Zuerst muss man einen Empfangstest absolvieren, bei dem man jedes einzelne Zeichen fehlerfrei erkennen muß. Sobald man den Empfangstest bestanden hat, muss man denselben Text fehlerfrei mit einer vertikalen Morsetaste senden. Das Versenden einer Nachricht, die auch nur einen einzigen falschen Buchstaben enthält, führt zum Scheitern. Ich hatte Geschäftsreisen, die sich mit meinen Prüfungs-terminen überschnitten und bin immer wieder durchgefallen, aber nach zwei Jahren habe ich es endlich geschafft. Es lief auch nicht reibungslos. Es gab zwei Prüfer. Einer empfing der Ton über Kopfhörer, der andere überprüfte auf einem Monitor. Dieser Prüfer bemängelte einen Übertragungsfehler. Der Prüfer, der Ton tatsächlich abhörte, bestätigte jedoch die korrekte Übertragung, sodass ich die Prüfung nur knapp bestanden habe. In Hongkong erhielt ich das Rufzeichen VR2AN und in Großbritannien die Lizenz M0PAU. Dies erweiterte den Horizont meines Amateurfunklebens.
Nach meiner Rückkehr nach Japan habe ich die Amateurfunklizenz Klasse 1 erworben und mehrere AWARD im CW-Modus erhalten, darunter Triple Play (Nr. 2591), WAZ (Nr. 1013) und DXCC CW (274cfmd) usw.
Mein letzter Kontakt war mit 3Y0K (15 m CW), der mich sehr beeindruckt hat.
Ich möchte weiterhin gerne CW nutzen. 73
| Der im Test verwendete vertikale Keyer und der aktuelle Keyer |
| QSL-Karte von 3Y0K |
Erinnerungen an den CW-Funk
#021 JA9IFF/DJ0KE Yasuhisa Nakajima
( Dieser Beitrag wurde uns in deutscher und japanischer Sprache zugesandt )
Bei der staatlichen Prüfung im Herbst 1971 erwarb ich die Lizenz als Fonie-Lizenzkrasse (heute Klasse 4).
Nachdem ich einen älteren Mitschüler in der Oberschule beim CW-Tippen beobachtet hatte, weckte dies mein Interesse. Bei der Hochschulbewerbung wählte ich als erste Wahl den Studiengang „Funkkommunikation“ an der Universität für Elektrokommunikation = UEC (die Schiffskommunikationsfachkräfte ausbildet) und wurde erfolgreich zugelassen.
Im Rahmen des Studiums war die praktische CW-Kommunikation ein Pflichtfach. Für diejenigen, die eine Lizenz anstreben, galt als Voraussetzung für den Erwerb der Kreditpunkte, dass sie im Wahlfach englischen Klartext mit einer Geschwindigkeit von 100 Zeichen pro Minute, englische Chiffren mit 80 Zeichen pro Minute, japanische Klartext mit 75 Zeichen pro Minute empfangen konnten. Nicht alle Studierenden, die sich im Fachbereich Funkkommunikation eingeschrieben hatten, belegten dieses Wahlfach, aber ich habe die Kreditpunkte jedenfalls erworben.
Da man mit den Leistungspunkten aus diesem Wahlfach für die praktische Funkprüfung nach dem Universitätsabschluss zehn Jahre lang von der Vorprüfung, der praktischen Funkprüfung und den Englischprüfungen befreit war, dachte ich später, ich hätte die Prüfung ablegen sollen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Schiffsfunkkommunikation jedoch bereits auf Fax und digitale Übertragungswege verlagert und da es (abgesehen von Notfunk) keine Aufgaben mehr gab, bei denen man tatsächlich Morsezeichen tippen musste, fand sich unter den Absolventen kein einziger, der eine Anstellung als Schiffsfunktechniker fand. Allerdings gab es einige Klassenkameraden, die im Rahmen ihres Praktikums an Bord auf Hochseereisen gingen.
Nach meinem Abschluss trat ich eine Stelle bei einem Elektrohersteller an und hatte mich von CW entfernt. Als sich jedoch im Herbst 1983 die Aussicht auf eine Entsendung nach Deutschland abzeichnete und ich davon ausging, dass ich von dort aus Amateurfunk betreiben könnte, kam ich zu dem Schluss, dass ich zumindest die Lizenz der Klasse 2 erwerben müsse und legte die Prüfung dafür am Elektronik-Institut in Kamata ab. Natürlich gab es eine CW-Sende- und Empfangsprüfung, doch da diese ausschließlich aus englischem Klartext (Geschwindigkeit von 45 Zeichen pro Minute) bestand, war das überhaupt kein Problem und ich erwarb die Lizenz der Klasse 2 ohne Schwierigkeiten. Danach nahm ich den Funkbetrieb von zu Hause aus wieder auf. Nach etwa einem halben Jahr wurde ich nach Stuttgart versetzt. Da es in der Firma, zu der ich versetzt wurde, einen Amateurfunker gab, half er mir beim Erwerb der deutschen Lizenz. Im Jahr nach meiner Versetzung erwarb ich die Lizenz DJ0KE und betrieb bis zu meiner Rückkehr nach Japan etwa drei Jahre lang hauptsächlich CW mit einer Whip-Antenne, die ich von meinem Balkon aus ausstreckte.
Nach meiner Rückkehr nach Japan habe ich auch die Amateurfunklizenz der Klasse 1 erworben und obwohl ich den Eindruck habe, dass die Zahl der CW-Funkamateure aufgrund des aktuellen FT8-Booms extrem zurückgegangen ist, betreibe ich den CW-Funk bis heute weiter. Anfangs benutzte ich einen vertikalen Morse-Taste, wechselte dann zu einem Viproplex-Squeeze-Keyer, um auch hohe Sendegeschwindigkeiten bewältigen zu können und bin schließlich auf das Senden über die PC-Tastatur umgestiegen. Beim Empfang verlasse ich mich nach wie vor auf mein Gehör und dank meiner langjährigen Erfahrung scheint meine Empfangsfähigkeit noch nicht nachgelassen zu haben. Ich möchte auch weiterhin Freude am CW-Funk haben.
Evolution der CW-Betriebsstile:
Memories of Learning CW
#528 JA1IFB/KA1Z Hiromichi Fukuda
There was common sense that CW technology is required for amateur radio in the era of 1950. It was quite naturally obliged to handle them. However, the FT8 QSO is prevailing nowadays. We shall have to remind the history of CW technology. Supposed we were in a disaster, CW technology will assist the emergency communication. But it is true that CW mode is our destiny for amateur radio. And this report is his memory of captioned matter based on a talking of JAIG D-Star Net.
| Bencher Key |
| Straight key in Chack |
| Bencher Key in Chack |
He has challenged for the Amateur 1st-Class license without good CW skill at first.
He could not earn expected license. And he regrated his choice for decision of the target cited in the table was wrong as beginning.
The FCC edited CW exam text based on the actual QSO done by amateur radio operator as asking for callsign, name and QTH, rigs and so on.
This offers us comfortable atmosphere at exam room.
Hiro would like to thank JAIG News Reduktion for your invitation to write tiny report this time.
Morsetasten auf dem Flohmarkt HAM Radio 2026